

Mi., 27. Mai
|MS Teams
Tradwives und salafistische Influencer*innen – Wenn junge Mädchen konservativ, religiös und radikal werden
Das Webinar vermittelte einen kompakten Überblick über das Phänomen der Tradwives, salafistische Influencer*innen, ihre Narrative und damit verbundene Risiken. Er stärkte die Einordnung problematischer Inhalte und den pädagogischen Umgang mit betroffenen Schüler*innen.
Zeit & Ort
27. Mai 2026, 15:00 – 17:00
MS Teams
Über das Event
Wenn sich Frauen gegen Feminismus stellen
Antifeministische Inhalte werden in sozialen Medien nicht nur von Männern verbreitet. Auch Frauen treten zunehmend als Akteurinnen auf, die traditionelle, hierarchische und stark eingeschränkte Vorstellungen von Weiblichkeit, Familie und Geschlechterrollen vermitteln. Besonders sichtbar sind dabei sogenannte Tradwives sowie salafistische Influencer*innen, die ihre Botschaften häufig als Lifestyle-Inhalte, religiöse Orientierung oder praktische Alltagstipps präsentieren.
Das Webinar ordnete diese Entwicklungen fachlich ein und zeigte, wie antifeministische Narrative über Ästhetik, persönliche Ansprache, religiöse Deutungen und vermeintlich einfache Antworten auf gesellschaftliche Verunsicherung anschlussfähig werden können. Im Mittelpunkt standen die Frage, warum solche Inhalte für Jugendliche attraktiv sein können, welche Risiken sich daraus für demokratische Teilhabe und Geschlechtergerechtigkeit ergeben und wie Schulen sowie Beratungsstellen damit umgehen können.
Wissen vertiefen, Strategien für Schule und Beratung entwickeln
Das Webinar gab einen kompakten Überblick über den Trend der sogenannten Tradwives sowie über salafistische Influencer*innen, die in sozialen Medien ein idealisiertes und antifeministisches Frauen- und Familienbild propagieren. Behandelt wurden zentrale Narrative, ästhetische Strategien und gesellschaftliche Hintergründe, die diese Inhalte für Jugendliche anschlussfähig machen können.
Zudem wurden mögliche ideologische Überschneidungen mit extremistischen Weltbildern diskutiert. Neben dem fachlichen Input standen praxisnahe Fragen im Zentrum: Wie können Fachkräfte solche Inhalte erkennen und einordnen? Welche Gesprächs- und Interventionsstrategien eignen sich im Schul- und Beratungskontext? Und wie können Polarisierung, Rückzug und weiterführende Radikalisierung präventiv bearbeitet werden?
Inhalte des Webinars
Aktuelle Narrative, Symbole und Online-Subkulturen im Kontext von Tradwives und salafistischen Influencer*innen
Antifeministische Frauen- und Familienbilder und ihre Bedeutung für Jugendliche
Ästhetische und rhetorische Strategien in sozialen Medien
Mögliche ideologische Überschneidungen mit extremistischen Weltbildern
Gesprächs- und Interventionsansätze für Schule, Beratung und Prävention
Praxisnahe Möglichkeiten zur Bearbeitung der Themen im Unterricht und in der pädagogischen Arbeit
Demnächst auch als individuell buchbares Seminar
Dieses Webinar sowie weitere AFETS-Inhalte werden künftig auch als individuell buchbare Seminare angeboten. Die Formate richten sich an Schulen, Bildungseinrichtungen und Fachkräfte, die sich vertiefend mit Antifeminismus, autoritärer Männlichkeit und Prävention im pädagogischen Kontext befassen möchten.
Weitere Informationen finden Sie bald auf unserer Seminarseite:
https://www.scenor.at/seminars
Workshop-Agenda
10 MinutenBegrüßung und Einführung
20 MinutenAntifeministische Ideen und Akteure im politischen und gesellschaftlichen Kontext