

Di., 28. Apr.
|G11 Geringergasse | BG BRG
Schul-Workshop: Antifeminismus und toxische Männlichkeit im Schulkontext erkennen und professionell bearbeiten
Zuspitzende Rollenbilder, polarisierende Online-Narrative und verunsichernde Aussagen fordern schulische Fachkräfte zunehmend heraus. Aber wie geht man professionell damit um? Dieser Workshop vermittelt fundiertes Hintergrundwissen und konkrete Handlungsstrategien.
Zeit & Ort
28. Apr. 2026, 13:00 – 17:00
G11 Geringergasse | BG BRG, Geringergasse 2, 1110 Wien, Österreich
Über das Event
Wenn Geschlechterbilder politisch werden
Antifeministische Narrative und starre Männlichkeitsbilder sind längst kein Randphänomen mehr. Sie begegnen Jugendlichen über soziale Medien, Influencer, Memes und Online-Subkulturen, oft eingebettet in scheinbar harmlose Inhalte. Im Schulalltag zeigen sich diese Einflüsse in abwertenden Kommentaren, polarisierenden Debatten, Rückzugstendenzen oder provokanten Rollenbildern. Für pädagogische Fachkräfte stellt sich damit eine zentrale Frage: Wie können solche Dynamiken frühzeitig erkannt und professionell bearbeitet werden, ohne zu eskalieren oder zu moralisieren?
Verstehen, bevor man reagiert
Der AFETS-Workshop setzt genau hier an. Aufbauend auf wissenschaftlich fundierten Analysen vermittelt die Veranstaltung ein differenziertes Verständnis von Antifeminismus und toxischer Maskulinität, ihrer Ursprünge, aktuellen Erscheinungsformen und typischen Narrative. Dabei wird Antifeminismus auch als sogenannte Brückenideologie eingeordnet, die Anschlussstellen zu rechtsextremen, verschwörungsideologischen oder demokratiefeindlichen Deutungen bieten kann. Teilnehmende lernen, visuelle Codes, Ideologien und Online-Subkulturen einzuordnen und Verhaltensindikatoren im Schulkontext zu erkennen. Dieses Verständnis hilft, Eskalationsdynamiken frühzeitig zu erkennen und auch mögliche Radikalisierungsverläufe besser einzuschätzen.
Konkrete Strategien für Schule und Beratung
Im Zentrum steht der praktische Nutzen für den Berufsalltag. Anhand praxisnaher Fallbeispiele werden Handlungsoptionen erarbeitet, Kommunikationsstrategien erprobt und bewährte Vorgehensweisen diskutiert. Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit problematischen Aussagen zu gewinnen und konstruktive Gesprächsprozesse mit Schüler*innen und Eltern anzustoßen. Ergänzend werden didaktische Methoden vorgestellt, mit denen Fragen zu Gleichberechtigung, Rollenbildern und demokratischen Grundwerten strukturiert im Unterricht aufgegriffen werden können.
Was Sie erwarten können
Ein fundiertes Verständnis aktueller antifeministischer Narrative, Symbole und Online-Subkulturen im Schulkontext, einschließlich ihrer Funktion als ideologisches Bindeglied zu extremistischen Weltbildern
Konkrete Interventions- und Gesprächsstrategien für herausfordernde Situationen, mit Blick auf Prävention von Polarisierung und weiterführender Radikalisierung
Praxiserprobte Methoden zur Bearbeitung der Themen im Unterricht und in der Beratung
Rahmen und Teilnahme
Der Workshop wird im Rahmen des Erasmus+-Projekts AFETS durchgeführt und ist kostenfrei. Er richtet sich ausschließlich an am Standort AHS Franklinstraße 26 tätige Lehrkräfte, Schulpsycholog*innen und Sozialarbeiter*innen. Die Teilnahme ist auf maximal 20 Personen begrenzt, um intensives Arbeiten und Austausch zu ermöglichen. Bei hoher Nachfrage wird ein zusätzlicher Termin geprüft.
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Workshop-Agenda
5 MinutenBegrüßung und Projektvorstellung
5 MinutenAblauf und Rahmenbedingungen